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SRWare IT-News


Big Data und die gläserne Zukunft
14.12.2015 13:18

Obwohl es in der Vergangenheit bereits mehrmals fälschlicherweise geheißen hat, dass uns die Maschinen endlich richtig schlau machen würden, scheint es nun wirklich so weit zu sein. Dank künstlicher Intelligenz sollen wir nämlich bald in der Lage sein die Zukunft besser zu antizipieren.



Niemand geringerer als Microsoft, der IT-Gigant aus Richmond, hat einen nicht unbeträchtlichen Teil seiner Ressourcen in die Entwicklung von hoch sophizierten Prognoseinstrumente gesteckt. Mit Bing Predicts sind der Microsoft-Tochter bereits einige Prognosen gelungen, welche für Schlagzeilen sorgten und in einigen Industrien die Alarmglocken auslösten. So konnte Bing Predicts fast alle Spiele der Knockout-Phase inklusive dem Finalsieger bei der letzten WM in Brasilien richtig vorhersagen. Auch bei der Oscar Verleihung konnte die „technologische Glaskugel“ mit der richtigen Berechnung der Gewinner in den Kategorien: bester Film, bester Regisseur, bester Schauspieler und Schauspielerin brillieren. In der amerikanischen NFL Profi-Liga sorgt die Software mit hoher Präzision bei den Prognosen ebenfalls schon länger für Furore und ungläubigem Staunen. Es sieht ganz so aus als wäre Bing Predicts nicht nur ein wahnsinnig guter Tippspieler, sondern auch für viele Sektoren bald ein ernstzunehmender Konkurrent.

Schwarmintelligenz als Geheimnis

Hinter Bing Predicts versteckt sich nicht die Fähigkeit den Kaffeesatz oder Teeblätter besser zu lesen bzw. ähnlich esoterische Methoden, sondern die intelligente Verwendung der Schwarmintelligenz. Damit ist ganz allgemein die Macht der Masse zur Lösung von Problemen und Bewältigung von Anforderungen gemeint. Im konkreten Fall, werden nicht nur quantitative Daten wie historische Ergebnisse, Passstatistiken, Schüsse auf das Tor, Verletzungen und viele mehr zur Ergebnisprognose verwendet, sondern auch qualitative Elemente aus dem Social Web ausgewertet. Dabei werden so beliebte Anwendungen wie Twitter oder Facebook mit Instrumenten der künstlichen Intelligenz analysiert und nach den kleinsten Auffälligkeiten unter Abermillionen von Einträgen gefiltert.

Ronaldos Freundin als Schlüssel

So könnte das Modell zum Beispiel frühzeitig ein Gerücht über die Trennung von Portugals Superstar Cristiano Ronaldo von seiner nicht weniger berühmten (ex)-Freundin Irina Shayk aufspüren und die Wahrscheinlichkeit eines Siegs Portugals dementsprechend nach unten anpassen. Dabei können auch Microsofts Modelle natürlich die Zukunft niemals exakt vorhersehen, dennoch gibt ihnen der smarte Einsatz von künstlicher Intelligenz signifikante statistische Vorteile, die vor allem eine Bedrohung für Firmen, deren Erfolg stark von der Vorhersagekraft statistischer Modelle abhängen. So verhalf Microsoft zwar einerseits mithilfe von modernen Arbeitsspeicher- Lösungen (OLTP) einer ihrer Kunden dabei bis zu 250.000 Online-Abfragen in der Sekunde erfolgreich abzuarbeiten, könnte aber andererseits, hinsichtlich der Vorhersagen, bald zum ernsthaften Konkurrenten aufsteigen und in einen veritablen Interessenskonflikt geraten. Denn alles deutet daraufhin, dass Bing Predicts momentan konsistent bessere Prognose liefern kann als die Entertainment Company. Nicht nur die Sportwettenanbieter müssen aber vor diesen Entwicklungen wachsam sein, auch die Finanzbranche sowie andere Sektoren, könnten vor einer Revolution stehen. Es sieht heute also endlich alles wirklich so aus, als könnte das zarte Pflänzchen der Künstlichen Intelligenz zu voller Blüte gelangen.

 
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